Früher wurde hier Mehl gemahlen und gebacken. Jetzt ist die Walkmühle Walsdorf, direkt an der B 8 in Richtung Königstein gelegen, ein Gasthof der zum gemütlichen Verweilen einlädt. Karl-Heinz Schiborr kann mit seinem Restaurant Walkmühle auf eine lange Familien-Tradition zurückblicken, denn bereits 1850 kaufte Adolf Hofmann, der Ur-Großvater des jetzigen Besitzers die Mühle am Ortsrand von Walsdorf und lieferte bald danach das erste elektrische Licht und versorgte Walsdorf über 50 Jahre lang mit Strom. Die Landwirtschaft, die Mühle und die Bäckerei prägte über viele Jahre hinweg das Bild der Walsdorfer Walkmühle.

Nach dem zweiten Weltkrieg beantragte Hans-Otto Schiborr, der Vater von Karl-Heinz eine Wochenend-Konzession zur Eröffnung einer Gaststätte. Die Backwaren wurden jetzt in einem angeschlossenen Ladengeschäft verkauft, nach wie vor aber auch noch ausgefahren. Der gelernte Koch Karl-Heinz Schiborr baute den Gaststättenbetrieb, die Mühle und die Bäckerei waren inzwischen stillgelegt bzw. aufgegeben, so aus, das die Gaststube mittlerweile durchgehend, bis auf Donnerstag, den Ruhetag, geöffnet ist.

Der passionierte Hobby-Tennisspieler Schiborr erfüllte sich und vielen anderen Sportlern im Jahre 1974 einen Traum und errichtete den ersten Tennisplatz auf dem Gelände der Walkmühle, der zweite folgte 1976 und 1991 der dritte. Im Sommer können die Plätze, ohne Mitgliedschaft im Club, von jedermann gemietet werden. Anschließend wird dann im gemütlichen Biergarten auf den Sieg angestoßen. Der Biergarten ist weit über die Grenzen Walsdorfs und Bad Cambergs bekannt, beliebt und sucht seinesgleichen.